ADAC: Im Ausland sollte man vorsichtig fahren, sonst wird es teuer!

Da jetzt wieder die Ferienzeit beginnt und Tausende Urlaub im europäischen Ausland mit ihrem Auto unterwegs sind, sollte man sich laut dem ADAC genau an die Verkehrsvorschriften des jeweiligen Landes halten. Teilweise werden kleinere Delikte in unseren Nachbarländern mit weitaus höheren Bußgeldern als hierzulande bestraft. Dazu kommt ab dem 1. Oktober dieses Jahres, dass nicht bezahlte Strafen aus allen EU-Ländern in Deutschland eingezogen werden dürfen, was bislang nur bei den Bußgeldern in Österreich möglich war. Die Verkehrssünder sollten auch nicht denken, dass die Strafe nach einiger Zeit nicht mehr kommt. Die Zustellfrist nach dem französischem Recht beispielsweise kann bis zu zwei Jahre dauern, bis sie in dem Briefkasten in Deutschland ankommt.

Der ADAC hat jetzt in seiner aktuellen ADAC-Tabelle „Das kosten Verkehrssünden im Ausland“ festgestellt, dass die Ordnungshüter in Norwegen sehr hohe Bußgelder für zu schnelles Fahren kassieren. Genauer gesagt handelt es sich um stolze 450 Euro, bei Überhol- oder Rotlichtverstößen wird der Fahrer mit einem Bußgeld von 650 Euro zur Kasse gebeten. Nicht gerade besser sieht es in Dänemark aus, wo man für eine Trunkenheitsfahrten bis zu einem Monatsgehalt, in Finnland bis zu 15 Tagessätze berappen muss.
Anders sieht es dann in Ländern wie Ungarn, Italien, Österreich, oder Griechenland aus, wo keine festen Bußgeldsätze existieren. Die Ordnungshüter haben hier mehr Spielraum bei der Verhängung der Strafe, wobei oft nur die Mindestbußen für den Verkehrssünder verhängt wird. Seit einigen Jahren gibt es in Italien eine besonders drastische Strafe. Wer hier mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,5 Promille unterwegs ist und der Fahrzeugbesitzer ist, hat Pech gehabt. Das Auto wird er nie wieder sehen, da es die Polizei beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert.

Foto: aboutpixel.de / auf der piste © walter dannehl

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.