Erster großer Parkplatz-Test des ADAC

Defizite in rauen Mengen deckte der erstmalig durchgeführte Parkplatz-Test des ADAC auf. Nur wenige Parkhäuser in den zehn getesteten deutschen Großstädten konnten wirklich überzeugen.

Der allgemeine Parkplatzmangel in deutschen Großstädten ist für viele Autofahrer inzwischen zu einem hinnehmbaren Übel geworden. Meist bleibt als einzige Alternative nur das Parkhaus, dass zwar genutzt wird oder vielmehr genutzt werden muss, aber von gerne spricht hier niemand. Das hat der ADAC bereits in den 1980ern erkannt und versucht mit der Verleihung von Gütesiegeln die Qualität von Parkhäusern zu optimieren. Um einmal deutlich zu machen, wie es um deutsche Parkhäuser bestellt ist, wurde nun ein umfassender Test durchgeführt, in dem 50 Parkhäusern in zehn deutschen Metropolen umfassend geprüft wurden.

Die Vorgehensweise des Parkplatz-Tests des ADAC

Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Köln und Dresden gehörten unter anderem zu den Großstädten, die für den Parkplatz-Test des ADAC ausgesucht wurden. Alle Gebäude lagen in zentraler Lage  – Bsp. mitten in der Stadt oder am Hauptbahnhof  und sind kostenpflichtig. Keine entscheidende Rolle spielten unter anderem Bauform oder Baujahr.

Um eine professionell basierende Grundlage für den Test zu schaffen wurden  die Gesellschaft für Innovative Verkehrs Technologien (GIVT),  und das Unternehmen Bau-Plan-Consult miteinbezogen.

Dann zogen die Tester aus und machten sich an die Arbeit. Mit dabei eine Kriterien-Checkliste, die sich zum Beispiel an der Mustergaragenverordnung orientiert und die aus Punkten wie Befahrbarkeit, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Tarif zusammengestellt wurde.

Testsieger und Testverlierer

Testsieger der ADAC Untersuchung war das Parkhaus „Am Oberanger“ in München, das 2008 eröffnet wurde. Hell angelegt, keine in die Irre führenden Beschilderungen, Toiletten mit Wickelkommode, Behinderten- und Fußgängergerecht und vor allem sauber – das konnte den ADAC überzeugen.

Hingegen lief der Test für das Parkhaus „City-Hof am Klosterwall“ in Hamburg nicht so gut. Denn die Tiefgarage war eindeutiger Testverlierer. Das vor 50 Jahren gebaute Objekt besitzt lediglich eine Kapazität von 63 Parkplätzen, doch auch sonst konnte das Parkhaus nur ein Drittel der Kriterien erfüllen.

Denn kompletten Test gibt es auf der Webseite des ADAC zu lesen.

Foto: aboutpixel.de / bug © Lucian Binder

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