Jobs im Bereich Automotiv

Ungeachtet des schnellen Aufschwungs, den Autobauer wie BMW und Daimler dem chinesischen und amerikanischen Markt verdanken, schrumpfen hierzulande die Stammbelegschaften. So arbeiten beispielsweise im Rastatter Daimler-Werk langjährige Mitarbeiter neben Jüngeren Angestellten, die wegen der Verzichtspolitik deutlich weniger verdienen, als ihre älteren Kollegen. Hinzu kommen Temporärarbeiter, Leiharbeiter sowie  Werksvertragsbeschäftigten, die gerade mal neun Euro die Stunde verdienen und so gut wie rechtslos sind. Mit solchen Bedingungen kann der Umbau in der Autoindustrie jedenfalls nicht gelingen und auch auf dem Stellenmarkt werden in der Branche mittlerweile immer seltener.

Der IG-Metall-Betriebsrat im Daimler-Werk Stuttgart-Untertürk­heim, Tom Adler, geht sogar noch einen Schritt weiter und prophezeit eine „massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen“, die unter anderem durch die Produktionsverlagerungen in Billiglohnländer zustande kommt.

Mittlerweile steht auch für viele Experten in der Automobilbranche fest, dass Elektroautos keinen ernsten Ersatz darstellen und in die Sackgasse führen. Zum einen wären da die logistischen Probleme mit der Strombetankung, die technischen Hürden mit der Speicherkapazität der Akkus, sowie emissionstechnische Einwände, da rund ein Drittel des CO2-Ausstoßes eines Autos bereits bei der Fertigung entsteht. Weil ein Elektroauto im Gegensatz zu einem Verbrennungsantrieb nicht aus 1.400 sondern nur 210 Teilen besteht, kommen noch die beschäftigungspolitischen Kriterien hinzu.

Die hiesigen Autohersteller haben den Schock immer noch nicht ganz überwunden, den die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr ausgelöst hat. In einigen Unternehmen ist der Leistungsdruck mittlerweile so heftig, dass die Angestellten einen neuen Entwicklungspfad für kaum realisierbar halten. Um die Verdienstverluste wieder auszugleichen, die durch die Kurzarbeit entstanden sind, legen in einigen Werken die Mitarbeiter freiwillig Sonderschichten ein.

Foto: aboutpixel.de / Vollgas © Andreas Hutstein

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